Die Angst vor dem Scheitern

Angst vor dem Scheitern Niko Juranek Fitness Travel Lifestyle Blog

Wochenende. Eine gute Möglichkeit, von den zahlreichen Aktivitäten etwas zurückzuschalten, Zeit für sich selbst zu nehmen, Freunde zu treffen, Familienfeste zu feiern, andere Dingen zu erledigen, die man sonst eher hintanstellt, oder sich einfach mal nur auszuruhen und Energie für die neue Arbeitswoche zu sammeln.

Da ich mich sehr für den Bereich der Persönlichkeitsbildung interessiere, habe ich die Zeit genutzt und ein paar einschlägige Artikel gelesen. Dabei bin ich in der Wochenendausgabe der Zeitung „Die Presse“ über einen Eintrag gestolpert, der schlagartig meine Aufmerksamkeit auf sich lenkte:

Aus „Die Presse“ (30.07.2016 | 07:00 |  Andrea Lehky)

Die gefährliche Wut der Ernüchterten

„[…] Konkret fällt ihr das überaus kritische Verhalten der Ernüchterten auf. Gegenüber Gleichgestellten und Höherrangigen (Mitarbeiter werden eher verschont) wie auch gegenüber deren Ideen, Strategien, Konzepten. Sie werden reflexartig schlechtgemacht. Dafür werden alle Energie und alles Expertenwissen hochgefahren. Man wertet den anderen ab, um sich selbst aufzuwerten, analysiert Daebner. Je höher der andere steht, desto befriedigender ist es, ihn abzuwerten.“

Heftig, nicht? Und dieses Szenario ist heutzutage immer häufiger zu beobachten. Anstatt an der eigenen Unzufriedenheit etwas zu ändern, werden einfach die anderen heruntergemacht, damit man selbst nicht so schlecht dasteht. War schon in der Schule so: Hatte man selbst das einzige „Nicht genügend“ auf die Schularbeit, war es einem peinlich. Hatten jedoch ¾ der Klasse eines, fanden es alle schon wieder „cool“. Die Aussage unterstützend dazu dieses Video mit Affen: (Achtung jedoch: Kritik, lies hier)

Als Gründe wird dafür die menschliche Psychologie angeführt:

„Hintergründe sind zutiefst menschliche Versagens- und Verlustängste. Solche inneren Ängste sind immer da, aber jetzt werden sie durch bedrohliche Außenängsten (Wirtschaftslage, Zukunft) potenziert. Statt sich glücklich zu schätzen, einen guten Arbeitsplatz zu haben, wird er durch Destruktivismus in Gefahr gebracht.“

Das erklärt auch so manchen giftigen Blick, der einem zugeworfen wird, wenn man den  Mitmenschen auf der Straße begegnet, bloß weil man „zu gut drauf“ ist. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich würde nicht sagen, dass der Großteil der Entgegenkommenden unbedingt glücklich wirkt?

Die Körperchemie verändert sich

Es geht weiter im Artikel mit ein paar Zahlen:

60.000 Gedanken gehen einem täglich durch den Kopf. Drei Viertel davon sind Alltagsgedanken, magere drei Prozent sind angenehm und aufbauend („Das hast du gut gemacht“). 22 Prozent oder 13.000 Gedanken täglich sind belastend, sorgenvoll und blockierend.“

Ja, ist das denn zu fassen? Ziemlich krasses Missverhältnis, findest du nicht? Wie soll denn da etwas Gutes dabei herauskommen, wenn man immer nur auf das Negative, die Angst vor dem Scheitern, fokussiert ist? Kann gar nicht gehen! Als Elfmeterschütze gehst du nicht zum Strafstoß hin, mit der Angst den Ball über das Tor zu jagen, sondern um diesen zu versenken. Als Student gehst du nicht zur Prüfung, obwohl du sie „ohnedies verhaust“, sondern um dein gelerntes Wissen zu präsentieren.

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Werde ich Erfolg haben, oder werde ich scheitern?

Einer meiner Lieblingssprüche ist dieser:

Whether you think you can, or you think you can’t – you’re right.“
– Henry Ford

Glaubst du daran, wirst du es schaffen. Zweifelst du, dann nicht. Deine Entscheidung.

Die Auswirkungen im Körper

„Steigt nun der Frustrationspegel, dehnt sich dieser negative Gedankenblock aus. Im Gehirn bilden sich neue Neuronenverbände, werden stärker und erzeugen noch mehr kontraproduktive Gedanken. Statt positiver Körperchemie (Dopamin, Endorphin, Serotonin, Oxyticin) überschwemmen negativ konnotierte Botenstoffe (Adrenalin, Cortisol) das Gehirn. So wie der Läufer nach seinem täglichen Dopamin und der Schokoladefan nach seiner Tafel Endorphine süchtig wird, wird der Ernüchterte süchtig nach seiner Dosis Negativismus. Tragisch, dass ihm darüber die kreativen Ideen verloren gehen. Selbst aufbauende Lebensbereiche (Familie, Freunde, Sport) werden im Lauf der Zeit hinuntergezogen.“

„ . . . der ist so was von negativ“

Hört man öfters, nicht? 😉

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Bezwingst du die Welle, oder verschlingt sie dich?

Es geht auch anders

Zum Glück funktioniert dies auch in die andere, positive Richtung, vorausgesetzt, dass man dies auch will. Unser Gehirn ist unglaublich intelligent, unser Körper ein Meisterwerk, das nach wie vor nur sehr unzureichend erforscht werden konnte.

Essentiell ist jedoch Ehrlichkeit – nicht nur gegenüber den Mitmenschen, als auch besonders sich selbst gegenüber. Nicht immer Ausreden zu finden, wenn man etwas wieder nicht so geschafft hat, wie man das wollte. Fehler können passieren, Scheitern ist wichtig, da man daraus für die Zukunft am meisten lernen kann. Man muss nur so reif sein und sich dies eingestehen können, denn dadurch rückt häufig so manche unbewusste, schlechte Gewohnheit, Verhalten, in das Bewusstsein, und man kann dagegen etwas unternehmen. Durchschnittlich dauert es etwa 21 Tage, bis sich eine neue Gewohnheit verankert hat und sie immer leichter und selbstverständlich wird. Die Zeit bis dahin ist aber natürlich extrem hart.

So auch der Artikel:

„Hat man seine Muster erkannt, kann man sie umkehren und abstellen. Analytischer Destruktivismus und kreatives Denken sind in unterschiedlichen Gehirnarealen verankert und schließen einander aus. Statt also die Ideen erfolgreicherer Kollegen und Vorgesetzten zu kritisieren, trainiert man, deren nützliche Aspekte zu sehen. Das Gehirn lernt schnell – bald kann es wieder konstruktiv auf die Ideen anderer eingehen […].“

Fazit & mein Tipp für DICH

Wir sollten uns also bemühen, nicht ständig in den negativen Gedanken verhangen zu sein, als vielmehr die unzähligen Chancen zu sehen, aus der Vergangenheit lernen zu dürfen und das großartige Potential in der Zukunft umzusetzen.

#Quicktipp für Dich: Schreibe dir jeden Tag vor dem Schlafengehen deine 3 Highlights des Tages auf. Klingt wenig, aber über das Jahr gesehen sind das unglaubliche 1.095 positive Momente! Diese Gewohnheit haben einige große, erfolgreiche Unternehmer für sich etabliert, auch ich teste es seit längerer Zeit und kann nur Gutes berichten. Nicht nur, dass du mit tollen Erinnerungen ins Bett gehst, auch in Phasen, wo du vermehrt Unterstützung brauchst, kannst du diese Sammlung dann als „Recovery Pack“ nutzen – Probiere es aus, und du wirst über den Unterschied erstaunt sein! 😊


→ Was waren Deine 3 Highlights des Tages? Gerne kannst Du auch mir Deine 3 persönlichen Erfolge des Tages sagen – Ich bin gespannt, bleib dran! 😊

Hey! Danke, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast.

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