Dieses Jahr wird alles anders. Oder…?

Schlag zwölf Uhr zischen die Raketen, knallen die Korken, klingt die Pumerin, ertönt der Walzer im Radio, die Menschen umarmen sich und wünschen sich das Beste. Es ist wieder soweit: Das Neue Jahr hat begonnen, 12 spannende Monate voller Möglichkeiten stehen bevor, die es zu nützen gilt. Und das wollen ja schließlich alle – Fleißig arbeiten, produktiv sein, tolle Momente erleben, alte Fehler vermeiden, schlechte Gewohnheiten ändern. Kommt dir bekannt vor? Klar. Dass du es in den letzten Jahren aber trotz aller Motivation oft nicht hinbekommen hast? Das erst recht.

Dieses Jahr wird alles anders. Oder…?

Neujahr. Der perfekte Zeitpunkt, seine Gewohnheiten zu ändern, sein Leben zu verbessern – Sagen sich die Menschen. Man wird gefragt:“Und, welche guten Vorsätze hast du dieses Jahr?“ – „Was wirst du 2017 ändern?“, man hört: „Ab morgen gehe ich täglich trainieren!“ – „Ab Montag ernähre ich mich gesund.“ – „Ich lerne ab jetzt den ganzen Tag für die Prüfung im Jänner.“, und vieles mehr. Man hat den Eindruck, nie waren die Leute einsichtsvoller, motivierter, gewillt, mehr Einsatz für das Erreichen ihrer Ziele und Träume zu zeigen. Wer keine guten Vorsätze für das Neue Jahr hat, ist schon „out“. Und dennoch hat der Großteil der Menschen bereits nach der ersten Woche diese großen Vorhaben wieder aufgegeben, die Ziele auf das nächste Jahr verschoben, wie schon die Jahre davor. Aber: Dieses Jahr wird ja alles anders. Oder?

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Nächstes Jahr wieder. Vielleicht.

Wieviel Einsatz wirst du zeigen?

Leider nicht. Von selbst wird ganz sicher nichts anders. Klar, jeder von uns möchte

  • erfolgreich im Studium sein
  • gesund sein, einen Traumkörper besitzen
  • eine perfekte Beziehung führen
  • um die Welt reisen
  • einen hohen Lebensstandard haben

…aber wer will schon den mühsamen Aufwand erbringen, der dafür notwendig ist, das Ziel zu erreichen? Ich kenne nur sehr wenige. Und diejenigen, die dafür den nötigen Einsatz zeigen, Extrastunde um Extrastunde verbringen, dem Ziel näherzukommen, „sich den Arsch aufreißen“, diese werden dafür meistens noch nicht einmal geschätzt, als vielmehr beneidet, oder mit wenig schmeichelhaften Bemerkungen („Freak“ – „hat ja immer Glück!“ – „ist genetisch gut veranlagt!“ – „Streber – lernt halt gut.“ etc.) gebrandmarkt. Aber so lässt sich zumindest das eigene Gewissen beruhigen. Dem Ziel kommt man selbst dadurch aber nicht näher. Schon Antoine de Saint-Exupéry wusste: A goal without a plan is just a wish.“ (Ein Ziel bleibt bloß eine Wunschvorstellung, wenn man es ohne Plan verfolgt).

Alles nur eine Wunschvorstellung? sharonang / Pixabay

Weißt du überhaupt, was du dafür tun musst?

Daran anknüpfend sieht man, dass sich viele erst gar keine Gedanken gemacht haben, welche Schritte das Ziel verlangt. Dabei ist gerade dies die wichtigste Sache, sich bewusst zu machen, welche Arbeit es erfordert. Denn sonst unterschätzt du sicher den Aufwand. Siehst lieber nur das Endresultat, die harte Arbeit davor aber nicht.Bester Fußballer der Welt?„– Klar, über Nacht erfolgreich geworden.Erfolgreiches Unternehmen aufgebaut?“ – Wohl Glück gehabt, oder Grauzonen des Rechts ausgenutzt. „Harmonische Beziehung?“ – Haben sich wohl glücklich gefunden. 

Oder aber, du setzt dir zu hohe Erwartungen, die du am Ende erst recht nicht erfüllen kannst, und deswegen demotiviert aufgibst und den Fehler anderswo suchst. Fitnessstudio? Besser nicht, hatte nach 2 Wochen noch immer keinen Fortschritt. Studium? 2 Wochen hart gelernt und trotzdem durchgefallen?! 

Dieses Jahr wird ja alles anders. Eher nicht.

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Und wieder nicht.

So machst du es dieses Jahr anders!

Auch ich hatte solche Erfahrungen in der Vergangenheit. Frustration, weil es erst recht wieder nicht funktionierte, trotz „all des Einsatzes“, der „vielen Mühen“, die gar nicht so groß waren, wie ich später noch lernen durfte. Seither habe ich ein paar Dinge geändert, die mir persönlich geholfen haben, und zum Neuen Jahr habe ich dies selbst wieder zum Anlass genommen, zu fokussieren. Diese Sachen möchte ich nun mit euch teilen.

Reflektiere

Analysiere dein letztes Jahr. Was hat funktioniert, was ging schief? Und warum ging es schief? Waren es interne oder externe Faktoren; Dinge, an denen du bereits einmal gescheitert bist? Hast du deswegen etwas verändert, oder doch nur gehofft, dass es dieses mal von selbst geht? Nimm dir wirklich Zeit dafür und erforsche die Hintergründe der Misserfolge (natürlich auch Erfolge!)

Setze konkrete Ziele

So wie du bei der Reflektion vorgegangen bist, machst du dies auch bei deinen Zielen im heurigen Jahr. Setze Prioritäten – Welches Ziel ist das größte, oder wichtigste, nimmt am meisten Zeit und Aufwand in Anspruch? Gibt es eine Deadline, bis zu der das Ziel erreicht werden muss? Wie schaffst du es, ein möglicherweise unerreichbar groß wirkendes Ziel in kleine Schritte herunterzubrechen, die du in Monats-, Wochen- & Tagesziele unterteilen kannst, die dann sehr gut zu bewältigen sind? Fokussiere dich auf diese Sachen und verschriftliche sie! Im besten Fall hast du sie auch unterwegs immer dabei, damit du einen schnellen Blick darauf werfen kannst und die Umsetzung im Blick behältst. Mein guter Freund & Bloggerkollege Robert hat dies in seinem letzten Blog sehr gut beschrieben, schau mal vorbei.

Sei ein Teamplayer

Alleine ist es meist schwer – im Team ist es meist leichter, und du wirst stets eine andere Sichtweise auf deine Probleme & Ziele erhalten, die dir wiederum neue Perspektiven öffnen können. Auch ich habe die letzten Tage genützt und mich mit meinen Freunden & Kollegen Klara und Robert zusammengesetzt, wo wir nicht nur mit den Reflektionen & Zielen nochmals sehr viel weitergekommen sind, und auch noch eine Menge Spaß hatten. Nutze dies aus!

KristopherK / Pixabay

Fazit

Ausprobieren & umsetzen. Diese Möglichkeiten sind vielleicht nur ein Teil davon, was man machen könnte, aber gerade für den Start, das „Sich-Überwinden“ gerade richtig. Überlege dir, was das letzte Jahr gebracht hat, wo du im nächsten Jahr hinwillst, setze dir realistische Ziele, besprich die Sache mit deinen Freunden. That’s it. Und ich verspreche dir: Dieses Jahr wird anders! 

Hey! Danke, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast.

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich habe mir bewusst dieses Jahr keine „Neujahrs“-Vorsätze gemacht, weil ich sie ziemlich sinnlos finde. Meistens werden die Ziele einfach unklar definiert (von allen). „Ich möchte MEHR trinken“ – diese Angabe ist einfach zu unpräzise und man kommt nie ans Ziel bzw ist gleich frustriert. Oder die Vorstellungen sind sowieso übertrieben „ich gehe JEDEN TAG ins Fitnessstudio“.

    Außerdem bin ich der Meinung, dass man nicht auf irgendeinen Zeitpunkt warten sollte um sich was vorzunehmen. Deswegen nehme ich mir immer dann was vor, wenn es mir einfällt. (Verstehst du was ich meine?)

    Alles Liebe, Christina
    http://www.christinawaitforit.com

    1. Hi Christina,

      ja, da stimme ich dir absolut zu! Es klingt zwar schön & gut, was alle sagen, fragt man aber genauer nach, was sie in welchem Umfang bis wann denn wirklich umsetzen möchten, dann ist man da schon recht bald am Ende des Gesprächs…

      Auf jeden Fall! „Jetzt ist die beste Zeit!“ 😉 Warum soll ich zum 1.1. etwas ändern, wenn ich bis dahin noch nicht das Bedürfnis hatte, es zu tun. Klar, kann es gerade für den Beginn große symbolische Kraft haben, mit dem Jahr „abzuschließen“, alles „neu“ zu machen, aber selbst dann geht es eben nur mit einem Plan.
      Finde ich spannend zu sehen, sehe ich gleich; von „warten“ wird die Sache meist nicht besser – Danke für deinen Input!

      Alles Liebe, Niko

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