Do what you can’t! Alles, was ich nicht kann – und trotzdem mache

„…because in this new world, nobody knows anything.“

Der heutige Blogpost dreht sich um alles, was ich nicht kann – und ich trotzdem mache. Inspiriert wurde ich dabei von diesem genialen Video von Casey Neistat, der auf humorvolle, aber absolut ehrliche Art genau dies vorzeigt – und dadurch erfolgreich wurde.

To the haters, the doubters, to everyone, who’s ever told, he can’t…

Du hast eine großartige neue Idee, bist ganz Feuer und Flamme, willst sie nur noch umsetzen; und weil sie so gut ist, musst du ja jedem davon erzählen. Die Leute müssen schließlich davon erfahren, nicht? Und so redest du los, wie ein Wasserfall, bist nicht mehr zu bremsen. Bis du schließlich mal stoppst, wieder Luft holst – und plötzlich merkst, dass dich dein Gegenüber nur irritiert (oder besser: schockiert) anblickt. „Nein – was auch immer es ist; lass es besser sein!„, versucht dieser sein Unwohlsein zu verbergen.

Wir kennen sie doch alle – die Leute, die uns etwas konsequent schlechtreden, Ideen aus dem Kopf schlagen oder gar heruntermachen wollen. Aus einem solchen negativen Umfeld sind selten tolle Projekte entstanden, vielversprechende Ideen werden meist schnell wieder verworfen worden, weil wir die wirklichen Folgen der neuen Idee in diesem frühen Stadium nicht abschätzen können, über die eigenen Fähigkeiten selbst gar nicht sicher sind, und daher die „Fachmeinung“ einer anderen Person einholen. Und wenn diese sagt, „Vergiss es, das ist eine schlechte Idee!“, dann muss sie damit ja recht haben…?!

„Nein – vergiss es!“ – Eine typische Antwort (Foto: geralt / Pixabay)

…aber ich bin doch nicht gut genug?!

Nicht nur, dass es genug Gegenwind durch andere Personen in deinem Umfeld gibt, die dich von der Umsetzung deiner Visionen abhalten wollen; die größeren Zweifel spürst du ja oftmals selbst, und legst dir noch größere Schranken auf. „Das kann ich doch noch nicht!“, „Ich bin darin noch nicht gut genug!“, „Das wird einfach nur mega peinlich!“, sind typische Gedanken, die dein ohnehin wackeliges Vorhaben nochmals entscheidend schwächen; „Was denken nur die anderen von mir?“ gibt deinem Vorhaben meist den endgültigen Todesstoß.

Die Angst vor dem Misserfolg (Foto: Sophieja23 / Pixabay)

Perfektion – Der größte Feind des Tuns

Die gleichmäßigen Bilder im Instagram Feed,  die gestochen scharfen 4k Videos mit Proficuts & perfekten Musik Drops auf YouTube – Wir sind höchste Qualität gewohnt, alles muss perfekt sein! Ein „durchschnittliches“ Bild, ein „normales“ Posting geht in der Medienflut unter, wird von den Usern ignoriert und von den komplizierten Algorithmen mit Bedeutungslosigkeit geahndet. Warum also überhaupt erst anfangen, wenn man diese hohen Erwartungen sowieso nicht erfüllen kann? Lassen wir die Ausführung also gleich bleiben.

Doch genau hier liegt der Fehler.

Alles muss perfekt sein. (Foto: WDnetStudio / Pixabay)

Erledigt ist besser als perfekt

Leider lassen sich die meisten Leute zu sehr davon abschrecken, und machen ihre eigenen Ziele, Pläne und Vorhaben von externen Dingen abhängig, die für sie unerreichbar sind, im Vergleich zu den „Erfolgreichen“ bedeutungslos sind. Aber wenn man sich diese Personen ansieht, die es „geschafft“ haben, sieht man eines – alle haben sie gleich begonnen, ganz von vorne, von 0, wie ich und du. Der Unterschied: Sie haben sich durch diese Umstände nicht aufhalten lassen, haben einfach gemacht. Immer wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und Fehler haben sie gemacht – riesige! Aber sie haben sich davon nicht abschrecken lassen, und trotzdem weitergemacht. Und nur deswegen stehen sie heute da, wo man sie sieht – an der Spitze, mit Millionen Klicks & Views, einem gut laufenden Business, treuen Followern. Dies funktioniert natürlich auch nicht immer; ist aber doch die absolute Basis für den Erfolg.

Ähnlich sieht das einer meiner absoluten Leitfiguren im Social Media Marketing, Gary Vaynerchuk:

Was ich alles nicht kann – und trotzdem mache

Und natürlich ging es mir gleich. Ich war vor dem Start stets begeistert von den tollen Ideen, fasziniert von den Möglichkeiten; aber wollte nie starten, da ich nichts hatte, bzw. wenn überhaupt, dann höchstens Angst vor dem Scheitern.

  • Blog? Kenn ich mich nicht aus.
  • Vlog? Ich kann doch nicht einfach vor der Kamera auftreten und herumstammeln!
  • Instagram? Hashtags sind doch peinlich. Und die Fotos sowieso unscharf.
  • Snapchat? Wtf ist Snapchat?!

Und so ging es weiter, Ausrede über Ausrede, die Umsetzung der Ideen geriet immer weiter in die Ferne, nur die Zweifel über die eigenen Fähigkeiten wurden immer größer. Denn: Wer geht schon gerne aus seiner Comfortzone heraus? Macht Dinge, die er/sie nicht kann, und das in aller Öffentlichkeit? Die wenigsten. Und dennoch wurde das Verlangen dann irgendwann so groß, einfach etwas Neues zu probieren, dass ich es einfach machte.

  • Blog? Ausprobieren und losschreiben. Über den Sommer beinahe täglich!
  • Vlog? Kamera ein, und frei improvisieren – das am besten auch noch live!
  • Instagram/SC? Ab jetzt jeden Tag, und da einfach authentisch Stories erzählen!

Und was passierte? Öffentliche Bloßstellung, und peinliches Schweigen meiner Freunde? Nichts von alldem geschah. Ganz im Gegenteil: Die Resonanz war großartig, das Feedback unglaublich positiv, die Unterstützung aus dem Umfeld absolut motivierend. Ziemlich jeder fand es beeindruckend, dass ich mich etwas Neues traute; dass dies einmal „etwas anderes“ sei, ein Projekt mit ungewissem Ausgang, ein Vorhaben mit unbekanten Folgen. Und auch persönlich merkte ich, dass das Herausgehen aus der Comfortzone, das reine Umsetzen der Ideen einen extremen Mehrwert für mich brachte, ich mich allein deswegen sehr viel weiterentwickelte:

  • Der Blog: Ich traute mich zunehmend, Stellung zu beziehen; Aussagen klar zu formulieren, auf den Punkt zu kommen, dahinter zu stehen.
  • Der Vlog: Ich bekam durch die Präsentationen und Aufzeichnungen sofortiges Feedback, mir wurden Verbesserungen in Mimik, Gestik, Wortwahl, Technik schlagartig bewusst, ich musste dies ändern.
  • Social Media: Plötzlich traf ich auf andere Menschen, die in diesen Bereichen tätig waren, mit denen ich mich austauschen konnte, Ideen weiterentwickelte, Rückmeldungen einholte, und von ihren Erfahrungen lernte.

Und das wichtigste: Ich merkte, dass es Spaß macht. Und alleine deswegen schon die begonnen Dinge fortsetzen wollte, nicht mehr auf die Ablenkungen um mich herum achtete, nur auf mein Gefühl hörte. Oder wie es Gary sagt:

„The ONLY person you need permission from is YOURSELF!“

Fazit

Du siehst, dass es viele Gründe gibt, die gegen den Start, das Umsetzen einer „ungewöhnlichen“ Idee sprechen; externe Hindernisse, und noch vielmehr die internen Blockaden, die wir uns selbst auferlegen, weil wir uns nicht „gut genug“ fühlen. Wie du jedoch siehst, sollte man sich um diesen Punkt nicht allzu große Gedanken machen, und einfach mal beginnen, wenn du eine Möglichkeit siehst, dass es dir taugen könnte – Wer weiß, vielleicht wirst du durch dein „Unfähigkeit“ ja gar der nächste Casey Neistat? 😉

Hey! Danke, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast.

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