Ist es egal, was die anderen sagen?

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Ein gutes Monat ist vergangen, seitdem ich erstmals einen Blogartikel auf Facebook geteilt- und somit meinen Blog auch richtig in der Öffentlichkeit präsentiert habe. Seitdem ist einiges geschehen; höchste Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Ich habe seitdem natürlich sehr viele gute Freunde, Studienkollegen und Bekannte getroffen. Die meisten sprachen mich sogleich auf den neuen Blog an, hatten sie diesen Schritt doch nicht vorhergesehen und waren dementsprechend überrascht. Dennoch, das Feedback war bislang nur positiv. Ausnahmslos wurde mir zum erfolgreichen Start gratuliert, viele bewunderten, dass ich mich traute, meinen eigenen Blog zu beginnen und noch mehr Präsenz in den Social Media Kanälen zu zeigen. Einige gestanden mir, dass sie sich selbst dies nie getraut hätten und nicht den Mut aufbringen können, ein solches Projekt in aller Öffentlichkeit zu starten, wo doch alle zusehen können, wenn dieses dann scheitert.

„Ich bewundere dich dafür; aber selbst würde ich mich das NIE trauen, oh mein Gott, wenn dass dann schief geht, das weiß ja dann jeder!“

Bumm. Damit haben sie einen wunden Punkt getroffen. Als ich diese Gedanken hörte, musste ich selbst ganz stark nachdenken – „Die Möglichkeit, dass meine ganze, harte Arbeit schließlich umsonst sei und ins Nichts führe; ich ja damit einen großen Teil meiner Persönlichkeit frei zugänglich mache, mich durch die öffentlichen Facebook Einträge, YouTube Videos, Instagram Postings, den Blog selbst, verletzlich mache, nicht wissend, wer dies denn aller lese…“. Die zweifelnde Stimme hatte sich erfolgreich in meinen Kopf geschlichen und sich dort hartnäckig festgesetzt. Dann merkte ich aber, dass dies ganz normal war; jeder in gewisser Form die gleichen Ängste in sich trägt. „Höre auf, an dir selbst zu zweifeln! Du weißt, dass das nichts bringt!“, war der nächste Gedanke.

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Die Reise ins Ungewisse

Die Angst vor dem Scheitern

Bereits seit etwa 2 Jahren spiele ich schon mit dem Gedanken, einen Blog zu starten. Schreiben? „Das liegt mir, das mache ich gerne, probier’s doch aus.“ So die Theorie. In der Praxis stellt sich das Projekt dann aber als große Herausforderung heraus, ich schiebe den Start immer weiter hinaus:

„Es schreibt doch schon jeder einen Blog!“

Worüber willst du denn überhaupt schreiben?“

„Motivation, Training, Fitness, Reisen, etc. – Wie willst du dich da überhaupt noch abheben?“

„Homepage? Keine Ahnung, wie man die aufsetzt! Programmierskills = 0″

„Mache ich im Sommer, wenn ich dann Zeit habe. Mit Abwarten wird’s besser.“

Und so ging das Spiel weiter. Eingeschüchtert von vielen großen, bekannten Blogs, die in ihrem Bereich Millionen von Fans haben und zurückgehalten von den eigenen, inneren Zweifeln, traue ich mich erst jetzt, 2 Jahre später, an das große Projekt heran.

Was soll ich überhaupt schreiben, dass das ein paar Leute lesen, geschweige denn Millionen? Was ist, wenn niemand mag, was ich hier schreibe? Ich betreibe den Blog erst seit ca. 1 Monat, wie soll ich den Menschen denn glaubwürdig erscheinen?“ Die verschiedensten Fragen quälten mich. „Wie willst du den Blog überhaupt aufziehen? Du MUSST dich spezialisieren, sonst wird das ein Disaster.“ Ich hatte keine Ahnung, worüber ich schreiben solle, und das machte mich sehr nervös.

In meinem Kopf sah ich schon die Menschenmengen lachen, als sie herausfanden, was ich denn mache. Leute, die mich für verrückt halten, dem neuen Abenteuer keine große Bedeutung beimessen. Und dann noch die Fehler: „Du solltest an deinem Stil arbeiten!“; „Schon wieder einen Grammatik-, Rechtschreib-, oder Beistrichfehler übersehen!“. All die Stimmen sagten mir, was ich denn alles falsch mache. „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ bzw. „Jurist, sitze an deinem Kodex!“, gilt für mich wohl entsprechend.

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Auf keinen Fall auffallen!

Ich verbrachte einige Zeit daheim, arbeitete neben den Projekten für Studium, ELSA, Arbeit, an den Plänen für den Bog weiter, ohne das Gefühl zu haben, am Blog auch nur irgendwie weiterzukommen. „Wenn ich dann die Seite erst erstellt habe, kommen die Ideen nur so von selbst!“; „Ich bin von einem Gedanken inspiriert, schreibe das schnell nieder, und gleich ist der Post online!“. Sollte doch alles ganz leicht funktionieren, und jetzt sitze ich hier und weiß nicht einmal die erste Zeile zu schreiben, geschweige denn über welches Thema.  Frustriert schob ich es auf und ging schlafen.

Als ich dann morgens aufwachte, machte ich mir wie gewöhnlich meinen grünen Tee und zerbrach mir zugleich den Kopf darüber, was ich denn nun schreiben könnte. Kein.Plan.

Calm down

Manchmal ist unser Kopf so dermaßen mit Gedanken gefüllt, dass man glaubt, verrückt zu werden.

Slow. Versuche dich dann zu entspannen. Schließe die Augen. Atme ein paar mal tief durch. Meditiere, wenn es dir hilft. Geh 5 Minuten durch den Park vor der Tür. Trink deinen Lieblingstee zur Beruhigung. Ruf deinen besten Freund oder Freundin an. Geh trainieren, und lasse die Kraft beim Training raus. Alle diese Dinge helfen mir in solchen Situationen bestens, wieder einen klaren Kopf zu bekommen und „back on track“ zu gelangen. Versuche das mal, ich bin mir sicher, dass es gelingt.

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Sport, ein Spaziergang, dein Lieblingstee – viele Möglichkeiten

Ist es egal, was die anderen sagen?

Wenn ich nun zurückblicke, was sich seit meinen ersten Blogeinträgen getan hat, staune ich. Ich habe das Gefühl, dass es nun von Tag zu Tag leichter wird. Ich stehe in der Früh höchstmotiviert auf, freue mich auf einen unglaublichen Tag; auf den morgendlichen Kaffee oder Tee, sommerliche Temperaturen, die Sonne, die vielen Tätigkeiten, das Training, die Treffen mit Freunden & Kollegen, und natürlich die Arbeit am Blog.

Weil es Spaß macht. Weil ich nicht das Gefühl habe, es tun zu müssen, sondern weil ich will! 

Nach dem ungewissen Start, den nicht abschätzbaren Reaktionen meiner Mitmenschen, hat sich das ganze zu einer absoluten Freude entwickelt. Ich kann über meine Interessen, Passion, Hobbys & Aktivitäten schreiben; habe das Gefühl, mit meinen Erlebnissen Freunden und Kollegen, Familienangehörigen, wie Unbekannten tatsächlich zu helfen. Es ist absolut großartig, wenn ich dann E-Mails öffne, wo mich Leute aus aller Welt wissen lassen, dass sie den Blog unglaublich inspirierend finden; Kommentare lese, wo weitere Menschen ihre Tipps mit anderen zu teilen beginnen; Nachrichten erhalte, wo sie mir ihre Geschichten erzählen, und wie sehr ihnen meine bisherigen Einträge helfen konnten.

Ich bin jedem einzelnen dafür dankbar!

Es ist mein Ziel, Menschen um mich herum motivieren zu können; ihnen dabei zu helfen, ihre Ziele umzusetzen, und durch meine eigenen Erfahrungen inspirieren zu können. Es gibt noch so viele (verschiedene) Themen und Bereiche, die ich in Zukunft diskutieren & erörtern möchte; ich spüre, dass sich mein Engagement, trotz all der Mühen, trotz des großen Aufwandes, langfristig lohnen wird, im richtigen Zeitpunkt der richtigen Person helfen kann. Ich glaube, dass der Blog, der sich aus einem Experiment heraus entwickelt hat, zu einem wichtigen Teil von mir geworden ist und sich in Zukunft weiter stark entwickeln wird. Alles, was ich bis dahin gemacht habe, einen Teil dazu beigetragen hat und all die vielseitigen Aktivitäten, die ich verfolge, einen großen Einfluss darauf hatten. Wenn ich nun etwas tun kann, dafür auch etwas zurückzugeben – warum denn nicht? Dieses Gefühl ist absolut großartig!

Jetzt liest du diese Zeilen und denkst dabei vermutlich selbst an deine Ziele & Pläne; die Zukunft, wie du sie gestalten wirst; eine Idee, oder Vision, die du umsetzen möchtest; das Studium, das du abschließen willst, das Unternehmen, das du aufzubauen planst; die Reise, die du antreten möchtest. Vielleicht fürchtest du dich auch, den entsprechenden, entscheidenden Schritt zu setzen? Wenn dies der Fall ist, ermutige ich dich, genau das zu tun. Du hältst es für möglich? Du brennst dafür? Probiere es einfach aus. Egal, welche anderen, scheinbar unlösbaren Probleme & Herausforderungen vor die stehen; egal, ob es verrückt klingt; egal, was die anderen sagen werden – Nimm dir ein wenig Zeit und stelle dir diese eine Frage:

Macht es DICH glücklich?

Wenn du diese Frage mit JA beantwortest – Perfekt! Aber warum lässt du dich dann noch zurückhalten?

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Dich macht es glücklich? Worauf wartest du noch?

Ob Glück, Zufriedenheit… welche Rolle spielt das eigentlich?

Ich finde es absolut wichtig, dass jeder das gerne tut, was er tut. Seine Aktivitäten mit Leidenschaft verfolgt; andere Menschen im Alltag mit seiner Motivation & Zufriedenheit anstecken und mitreißen kann. Du denkst an dein Ziel, musst lächeln? Dann mache es. Denke mal anders – Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Du hast eigentlich nichts zu verlieren. Ich sehe das inzwischen so:

Ich verliere nicht – Entweder ich gewinne, oder ich lerne!

Im zweiten Fall sei stolz auf dich: Du hast dich Etwas getraut, deine Comfort Zone verlassen und neue Erfahrungen gesammelt. Und sei dir sicher: Du lernst eine Menge daraus.
So, oder so, Gewinnen oder Lernen, ganz gleich, du kannst du kannst nur vorankommen!

Das Schöne ist, dass man ständig weiterlernt. Das Ganze nur ein langer Prozess ist, der mal schwieriger, mal leichter vorangeht, und man sich von Tag zu Tag ein wenig verbessert und schlussendlich große Fortschritte macht. Wie bei mir: Bis vor einem Monat wusste ich nicht einmal, wie ich denn einen Blog aufbauen kann. Die technischen Grundstrukturen schaffe, eine Domain sichere, und mich selbst überwinde. Mögliches Scheitern hin, oder her, alleine daraus habe ich so unglaublich profitiert & gelernt, dass ich mich in der Entscheidung, den Blog zu starten, absolut bestätigt sehe, und dem nächsten Monat, dem kommenden Jahr, und der weiteren Zukunft mit breiter Brust und größter Motivation entgegentrete. Denn:

Die beste Zeit ist jetzt! Das Leben ist kurz, nichts ist sicher, alles kann morgen anders sein; deswegen geh raus, und tue, was dich glücklich macht! Und da ist es doch absolut egal, was die anderen denken? 🙂

Hey! Danke, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast.

Hinterlasse mir doch einen Kommentar! 

4 Kommentare, sei der nächste!

    1. … und wer hat mich dazu endgültig gebracht? 😀
      Danke dir, Klara! Freut mich genauso! Ja, das stimmt allerdings, kann die nächsten Wochen und Monate kaum erwarten 😉
      Wünsche dir noch einen genialen Aufenthalt in Schweden! 🙂

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