What’s your vision?

Beim gestrigen, abendlichen Spaziergang hörte ich eine der neuen Folgen der Podcastserie „How To Archieve Greatness“ von Lewis Howes. Besonders spannend fand ich dabei seine Inputs rund um diese Frage: „What’s your vision?“. Kennst du schon deine?

What’s your vision?

In den letzten Monaten beschäftigte ich mich mehr und mehr mit zahlreichen Themen rund um die Perönlichkeitsentwicklung, da ich der Meinung bin, dass man von erfolgreichen Persönlichkeiten enorm viel lernen kann. Einer der ersten Ratschläge, den man von diesen in der Regel hört, ist stets:

„Create a clear, purposeful vision.“

Alles startet mit der sogenannten „Vision“. Oft gehört, weißt du insgeheim, dass sie wichtig ist, aber wirklich damit auseinandergesetzt hast du dich vermutlich noch nicht. Weißt du überhaupt, was eine „Vision“ ist? Schließlich geht es doch darum:

Kurz nachgeschlagen im Business Dictionary findet man diese Definition:

„An aspirational description of what an organization would like to achieve or accomplish in the mid-term or long-term future. It is intended to serves as a clear guide for choosing current and future courses of action.“

Aha. Zu Deutsch:

Eine Vision ist eine in der Zukunft angesiedelte Vorstellung eines bestimmten Zustandes.

Eine Vision beschreibt also, was jemand in der Zukunft sein und erreichen will. Quasi ein strategisches Ziel. Natürlich beschränkt sich dies nicht nur auf Unternehmen, lässt sich ohne weiteres auf jede Einzelperson erweitern.

Alle Möglichkeiten offen

Was ist meine Vision?

Kannst du nun spontan in einem Satz sagen, was dein Ziel ist? Worauf du hinarbeitest? Was du so verdammt nochmal unbedingt haben möchtest, dass du dem alles unterordnest?

Schon mal schwierig zu sagen. Auch aus eigener Erfahrung. Ich kenne wenige Personen, die hier nicht anfangen, herumzustammeln und offenbar keine Ahnung haben, was sie eigentlich wollen. (Bedeutet nicht, dass ich diese klare Vision selbst schon zu 100% habe – aber ich arbeite daran 😋)

„Erstmal studieren, vielleicht ein Praktikum, dann schau ich weiter…“ Klingt nicht unbedingt nach einer großen Vision 😉 Findest du dich hier vielleicht wieder?

Oft gibt es vieles, was uns interessiert, wir aber dann merken, „das war’s jetzt noch nicht“, und wir weiter auf der „Suche“ sind. Pauschalisieren kann manhier leider nicht; was für den einen richtig ist, passt für den anderen gar nicht. Ganz wichtig ist es daher in meinen Augen, hier das persönliche Gefühl zu beachten, auf das wir im Regelfall viel zu selten hören – Insgeheim wissen wir meist ganz gut, was uns taugt – du merkst eh selbst, was dich interessiert, du gerne und häufig machst, welche Themen es sind, denen du viel Zeit & Gedanken widmest. Oder umgekehrt gesagt: Du weißt auch sicher schon, was du 100% nicht machen möchtest 😉

Wohin soll’s gehen, was ist deine Vision? (Bildrechte: Gregor Hiebl)

 

Der Weg ist das Ziel

Es muss nicht von Anfang an vollkommen klar sein – aber Hauptsache, du startest und tust, setzt dir ein Ziel, probierst, analysierst, adaptierst. Rein vom Denken & Überlegen ist noch niemand weit gelangt – das  kommt erst mit der Umsetzung. Wir müssen uns ehrlich sein: Wie sollst du etwas erreichen, wenn du nicht einmal weißt, was du eigentlich willst?

Denn eines ist klar – je klarer und bewusster uns diese Vision ist, umso leichter und zielgerichteter kann man auch darauf hinarbeiten.

Ich kenne viele, die sich davon abschrecken lassen, und meinen, nicht beginnen zu können, den Start herauszögern, und erst die „optimalen Startbedingungen“ schaffen müssen, bevor es losgehen kann.

Aber hey: Ich war in der gleichen Situation – Hatte Angst davor und redete mir ein, jedes kleine Detail regeln zu müssen, um das „Ding richtig durchzuziehen“. Ich kann dir sagen, dass es durch Aufschieben und Ausreden finden nicht besser wird. Zum Glück habe ich durch etwas Mithilfe überwunden, sonst wäre beispielsweise auch dieser Blog nie entstanden 😊

Und genieße den Prozess! Natürlich wird es nicht von heute auf morgen so glatt aufgehen, wie du das anfangs vielleicht geplant hattest; aber hey – wo bleibt denn sonst die Herausforderung, bzw. der Spaß an der Sache? Wir alle sitzen im selben Boot und machen ähnliche Entwicklungen durch  😉

Trau‘ dich also einfach mal, und setz‘ die ersten Schritte um, alles weitere folgt von selbst.

Oder wie mein guter Freund & Kollege Robert sagt:

„Klarheit kommt durch Tun.“

Robert Kraxner

Klarheit kommt durch Tun – Mach doch die ersten Schritte!

Unterstützen deine Handlungen deine Vision?

Puh. Damit hätten wir den ersten Schritt mal geschafft, das Ziel ist nun klar (oder zumindest klarer 😉). Wenn du diese Hürde mal genommen hast, und weißt, wo du ungefähr hinwillst, geht es weiter:

Unterstützen dich deine Aktivitäten dabei, diese Ziele zu erreichen?

Hier fühlte ich mich persönlich bei einem Satz im Podcast ertappt:

„A lot of us say „yes“ to too much, that isn’t supportive to the vision.“

Hmm. Kennen wir die Situation nicht alle? So viele tolle Projekte, die man umsetzen könnte? Ideen, die uns durch den Kopf gehen? Chancen, die man verpassen könnte, wenn man sich nicht einbringt?

Die vielen Möglichkeiten… verpasse ich etwas?

An sich toll, wenn man so engagiert und offen für Neues ist. Man kann überall dabeisein, direkte Einblicke bekommen, am Puls des Geschehens sein; man wirkt unglaublich wichtig, weil man ja immer so beschäftigt und busy ist (machen wir uns nichts vor, ein kleines bisschen Ego ist doch immer dabei 😉)…

Aber an einem gewissen Zeitpunkt müssen wir uns eingestehen, dass der Tag trotz aller Motivation nur begrenzte Zeit besitzt, in denen wir produktiv an unseren Zielen arbeiten können – und spätestens dann muss man sich klar werden, welche Projekte höhere Priorität als andere besitzen und die Zeit dementsprechend einteilen.

„Es ist besser, eine Sache ganz zu machen, als viele Sachen nur halb“

Wenn ich ein Learning aus den letzten Jahren ziehen muss, und weitergeben möchte, dann ist es dieses! Es bringt absolut nichts, beschäftigt und in vielen Dingen beteiligt zu sein, wenn man nicht die Ressourcen besitzt, die Sachen dann auch entsprechend zu erledigen, weil etwa die eigenen Kapazitäten durch die Vielzahl der Dinge erschöpft sind, und/oder Unterstützung durch andere (Team, Kollegen, Familie, Freunde, wer auch immer…) ausbleibt, du quasi als One-man-army alles tust, was eigentlich ein ganzes Team erledigen sollte. Endet nur frustrierend für dich. Also besser gleich nein sagen, und auf das wirklich Wichtige fokussieren.

„Du musst davon ausgehen, dass jede Aktivität, die nicht direkt deine Vision unterstützt, dich ein Stück davon entfernen wird.“

Jedee Entscheidung kann dich näher ans Ziel bringen – oder davon entfernen

Du musst davon ausgehen, dass jede Aktivität, die nicht direkt deine Vision unterstützt, dich ein Stück davon entfernen wird. Riskant ist dies etwa bei Gefälligkeiten: Ich persönlich bin ein Mensch, der anderen unglaublich gern hilft, ich mich in der Vergangenheit oft aufgeopfert habe, einen Gefallen erledigt habe, dies und jenes „schnell“ übernommen habe, weil ich es gern tat. Versteh mich nicht falsch; ich halte dies unglaublich wichtig, auch für das Zusammenleben, schließlich wollen wir uns doch gegenseitig unterstützen, und keine Ellbogengesellschaft fördern, wo jeder an vorderster Stelle stehen muss.

Aber es gibt hier Grenzen; und wenn du dich immer nur selbstlos aufopferst, und andere Sachen übernimmst, wirst du am Ende des Tages bei deinen Aktivitäten (und damit bei deinen Zielen / deiner Vision!) zurückstecken müssen.

Das gleiche gilt für alle deine anderen Handlungen: Wenn du eine Sache erreichen willst, und das entgegengesetzte machst, wirst du dich vom Ziel weiter entfernen. Als Beispiele etwa:

  • Ziel: Gesunder Körper – Handlung: Junk Food, Schlafmangel.
  • Ziel: Sportliche Ziele – Handlung: Couchpotato, Bewegungsmangel.
  • Ziel: Großprojekt – Handlung: Ablenkung mit kleinen, unwichtigen Details

Starting is never easy. Und ist meist schon der schwierigste Schritt im ganzen Unterfangen. Doch es zahlt sich aus, genau diese mühsamen und auf den ersten Blick nicht wichtigen Schritte zu gehen, deine Hausaufgaben zu machen, an deiner Vision, deiner Gesamtorientierung, deinem Ziel, zu arbeiten.

Hast du deine Hausaufgaben gemacht?

Zusammenfassend kann man für den Beginn also sagen: Wenn du deine Vision klar herausarbeiten möchtest, ist es wichtig, sich immer diese beiden Fragen zu stellen:

a) Ist deine Vision klar genug? und

b) Unterstützen dich deine Handlungen dabei, diese Vision umzusetzen?

Am Ende dieses Artikels bist jetzt bist du am Zug.

  • Kennst du deine Vision?
  • Arbeitest du schon daran?
  • Was sind deine größten Probleme & Herausforderungen dabei?

Hinterlasse mir dazu doch einen Kommentar. Ich bin gespannt & freu mich drauf! 😊

Bis bald, Niko.

P.S.: Hier findest du die ganze Podcastserie von Lewis Howes: „8 Keys Powerful Leaders Use to Achieve Greatness“

Hey! Danke, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast.

Hinterlasse mir doch einen Kommentar! 

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