7 katastrophale Entscheidungen, die dich fesseln und von deinen Zielen zurückhalten

Alle sprechen von den großen Entscheidungen, die das Leben verändern. Dabei sind es genau die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Dinge, die den Unterschied ausmachen. Hier sind 7 verbreitete, katastrophale Entscheidungen des täglichen Lebens, die dich fesseln und von deinen Zielen zurückhalten – und 7 Möglichkeiten, wie du das gleich selbst ändern kannst.

1. „Ja“ sagen, wenn du eigentlich „Nein!“ sagen möchtest

Egal ob bei Geburtstagspartys, neuen Projekten im Job oder „kleinen“ Gefallen für Bekannte:

Wie oft hast du dir schon auf die Zunge gebissen, weil du dich für etwas verpflichtet hast, was du gar nicht wolltest?

Vermutlich zu oft.

Dabei wollten wir doch nur nett sein und helfen. Macht man doch so. Plötzlich merkst du aber, dass du nur noch gestresst bist und dein Terminkalender zu einer To-Do-Liste von anderen Menschen geworden ist, die du aus Höflichkeit verzweifelt abarbeiten möchtest.

Vielleicht gelingt dir das auch; dann bleiben aber deine Projekte übrig. Und erschöpft bist du obendrauf.

Oder du sagst ab und alle sind enttäuscht. Sie, weil sie auf dich vertraut haben. Und du, weil du dein Wort nicht gehalten hast.

Die Lösung? Du musst lernen „NEIN!“ zu sagen.

Wie Derek Sivers sagt:

„If it’s not a hell yes, it’s a no!“

Alles, was nicht absolut wichtig ist und dich erfüllt, ist ein klares Nein. Und wenn du dabei überlegen musst, dann ist es ebenso ein Nein.

Nicht nur wird dein Kalender deutlich entlastet und du entspannter, weil weniger anfällt; auch die Leute werden nicht mehr enttäuscht sein, wenn du rechtzeitig absagst. Und wenn du dann überraschend doch zusagst, freuen sich alle, weil sie nicht damit gerechnet haben.

Win-Win-Situation also.

Ich verspreche dir, wenn du einmal gelernt hast, „Nein!“ zu sagen, wirst du nie wieder anders wollen.

2. An Leuten festhalten, die nicht wachsen möchten

Der gute, alte Spruch:

„Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich umgibst.“

Wie kannst du in deiner Persönlichkeit und deinen Projekten wachsen, wenn du ein Umfeld hast, das dies nicht nachvollziehen kann?

Dich vielleicht sogar daran hindert, dich zu verändern, weil sie Angst haben, dich zu verlieren?

Wir machen uns oft abhängiger von den Menschen um uns, als wir zugeben möchten – und wenn wir nicht aufpassen, werden wir schneller von deren Werte und Verhalten geprägt, als uns lieb ist (im Positiven, wie im Negativen).

Wenn du also wachsen möchtest, wirst du manchmal loslassen müssen, um bereit für Neues zu sein.

3. Erholungszeit und Schlaf vernachlässigen

Einleiten möchte ich mit diesem Spruch von Maria Popova:

„In unserer Kultur trägt man die Fähigkeit, mit sehr wenig Schlaf auszukommen wie einen Orden, der unsere Arbeitsethik oder Zähigkeit oder irgendeine andere Tugend symbolisiert. In Wirklichkeit steht er jedoch für völlig falsche Prioritäten und einen Mangel an Selbstachtung.“

Unterschreibe ich zu 100%. Kenne so viele Menschen in meinem Umfeld, die glauben, es sei cool, wenn sie sich die Nächte um die Ohren schlagen, um mehr Leistung zu erbringen.

Kurzfristig geht dies natürlich gut, aber langfristig möchte ich nicht als körperliches Wrack enden.

Deswegen halte ich mich an die moderne Wissenschaft, die sich mit Topleistungen beschäftigt – und die sagt:

7 – 8 Stunden erholsamer Schlaf sind notwendig. Jeden. Einzelnen. Tag.

Klingt zwar nicht besonders ausgefallen, aber die Dinge dürfen einfach sein. Achte auf deinen Körper und gib ihm die Ruhe, die er benötigt.

Erst wenn diese Basics eingehalten werden, macht es Sinn, überhaupt an speziellere Tricks und „Leistungsoptimierungen“ zu denken. Alles der Reihe nach.

4. Keine Prioritäten setzen

Wie willst du fokussiert arbeiten, wenn du nicht weißt, was wichtig ist? Wie willst du dich konzentrieren, wenn dir gleichzeitig 100 Gedanken durch den Kopf gehen und du an verschiedenste Projekte denkst?

Prioritäten zu setzen ist unerlässlich.

Und wenn du keine setzt, wird sie jemand für dich setzen. Das sind Entscheidungen.

Zum Glück gibt es einen einfach Weg, wie du deine Prioritäten täglich ordnest. Wenn du deine To-Do’s aufgeschrieben hast, frage dich:

Was ist die eine Sache, die ich heute erledigen muss, damit der Tag erfolgreich war, selbst wenn es nur diese eine ist?

Hast du deinen Kopf darauf eingestellt, ordnet sich das meiste andere von selbst und du kannst darauf übergehen, nach und nach die einzelnen To-Do’s abzuarbeiten. Und der Stress ist ebenso verschwunden, weil du die wichtigste Aufgabe bereits erledigt hast!

5. Sofort auf SMS, E-Mails, Snaps und DMs antworten

Einer der größten Fokuskiller, die es gibt. Auch hier gilt: Wie willst du dich konzentrieren, wenn dich ständig eine Benachrichtigung, ein Blinken, ein Ton aus deinen Gedanken herausreißt und dein Denken unterbricht?

Fokus ist wie ein Muskel: Er wächst durch Übung.

Dass du mal abdriftest und am Handy landest, kann ja passieren. Wichtig ist aber, dass du das bemerkt und wieder zu deinem eigentlichen Projekt übergehst. Denn bedenke: Ablenkung ist es genau 3x, wenn du zum Handy greifst – danach ist es deine bewusste Entscheidung.

Und je mehr Zeit du abgelenkt verbringst, umso weniger Zeit wird für die wirklich wichtigen Dinge übrig bleiben (etwa die wichtigste Aufgabe des Tages, über die du dich ärgerst, wenn „wieder nichts weitergegangen“ ist).

Drum plane dir 2-5 Stunden täglich als Blockzeit in deinen Kalender ein, um diese wichtigste Aufgabe zu erledigen. Ohne Handy. Ohne Facebook. Ohne irgendwelche Ablenkungen.

Nur du und dein Vorhaben.

Was im Kalender eingetragen ist, wird auch gemacht. Du wirst erstaunt sein, wie sehr sich deine Produktivität alleine durch diese beiden Maßnahmen verändern wird!

6. Keine Pausen machen

Was beim Schlaf gilt, kann auch für Pausen übernommen werden:

Unser Körper und unser Gehirn brauchen Pausen, um bestmöglich zu funktionieren.

Um sich zu erholen, etwa Gewebe zu reparieren, Speicher aufzufüllen; um Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis zu verarbeiten und im Langzeitgedächntis abspeichern zu können.

Gib deinem Körper diese Chance und mache bei deiner Tätigkeit, etwa beim Lernen oder Arbeiten, alle 50-75 Minuten ein Pause von 5-10 Minuten, die du für ein wenig Bewegung & Stretching, sowie ein paar tiefe Atemzüge nutzt, wo du kurz die Augen schließen kannst, um sie für einen Moment entspannen zu lassen.

Auch eignen sich kurze Meditationen hervorragend, um innerlich gelassen zu werden.

Finde, was für dich funktioniert, und nütze kurze Pausen, um noch konzentrierter und erholter in die nächste Session zu starten!

7. Nach Perfektion streben & stehenbleiben

Die meisten, die behaupten, sie seien Perfektionisten, haben meist auch Probleme, Dinge fertigzustellen.

„Ich möchte das möglichst gut machen!“, sagen sie, „so kann ich das nicht abgeben!“.

Das Witzige dabei ist, dass man nur etwas perfektionieren kann, was man bereits fertig gemacht hat!

Diese Erkenntnis hat mir selbst die Augen geöffnet, weil ich Dinge mit genau dieser Ausrede ewig vor mir hergeschoben habe. Denn genau das ist es: Eine Ausrede.

Gewöhne dich dran, Dinge fertig zu machen – egal, wie „unfertig“ es sich für dich dabei auch anfühlen mag. Zeit & Möglichkeit, um zu verbessern, hast du dann immer noch.

Denke an den Spruch: „Erledigt ist besser, als perfekt.“

Sonst sitzt du nächste Woche immer noch daran und ärgerst dich, weil du die 5 anderen Dinge, die du dir vorgenommen hast, auch nicht machen konntest.

Fazit

In diesem Artikel habe ich dir 7 katastrophale Entscheidungen gezeigt, die dich fesseln und von deinen Zielen zurückhalten können. Ich habe selbst mit allen davon in der Vergangenheit gekämpft, bis ich gemerkt habe, dass ich mir so immer nur selbst im Weg stehen werde und deswegen etwas ändern muss. Mit den Vorschlägen ist mir das bislang super gelungen und hoffe, dass dies bei dir gleich ist.

Probiere es also aus und ich verspreche dir, dass sich dein Leben damit positiv ändern wird!

Du machst das großartig, ich freue mich dass du hier bist.

Dein Niko


About the Author

Niko Juranek beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Selbstbewusstsein & Stressresilienz und berichtet dabei über seine Erfahrungen in Studium, Sport & auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Coach.

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