Erfolgsjournal I. Was es ist und warum du es unbedingt brauchst!

Teil 1 der 5-teiligen Artikelserie: Das Erfolgsjournal

Viele erfolgreiche Menschen führen ihre Erfolge auf das Führen eines Erfolgsjournals zurück. In dieser Artikelserie zeige ich dir, was es damit auf sich hat, warum es dir helfen kann, deine Ziele besser zu erreichen, welche persönlichen Erfahrungen ich damit gemacht habe und welche Empfehlungen ich für dich habe. Als Bonus erwartet dich in Teil 5 dein persönlicher Gewohnheitstracker!

Inhaltsverzeichnis der Artikelserie „Erfolgsjournal“:

  1. Erfolgsjournal – Was es ist und warum du es unbedingt brauchst!
  2. Erfolgsjournal – Wie verwendest du es richtig?
  3. Erfolgsjournal – Meine persönlichen Erfahrungen
  4. Erfolgsjournal – Meine Empfehlungen für dich
  5. Bonus: Dein persönlicher Gewohnheitstracker!

Teil 1 – Das Erfolgsjournal. Was es ist und warum du es unbedingt brauchst!

Wenn man erfolgreiche Menschen nach dem ausschlaggebenden Grund für ihre Erfolge fragt, so geben viele dafür das Führen eines Erfolgsjournals an.

Was ist ein „Erfolgsjournal“?

Ein „Erfolgsjournal“ ist vereinfacht gesagt ein Tagebuch, das auf längere Zeit, meist 60-90 Tage, geführt wird. In der Regel wird es morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen ausgefüllt. Je nach Ausführlichkeit werden dabei tägliche Erfahrungen schriftlich festgehalten, die für den Tag von Bedeutung waren.

Häufig finden sich darin ein Kalender, Aufzeichnungen über kleine Erfolge und Errungenschaften des Tages, gute Ideen für später, Verbesserungsvorschläge für das nächste Projekt, inspirierende Zitate und ein persönlicher Fortschrittsmesser. Je nach Journal variieren der Umfang und die Ausgestaltung betrachtlich.

Wozu sollte man ein Erfolgsjournal führen?

„Erfolg ist kein Zustand, sondern eine Entscheidung.“

Entgegen der Meinung vieler Menschen geschieht Erfolg nicht einfach über Nacht, sondern ist meist das Resultat jahrelanger Arbeit. Als Beispiel etwa:

  • Vortragende sind nicht einfach selbstbewusst auf der Bühne, sondern haben teils hunderte Präsentation geübt, um ihre Angst vor dem Sprechen von Publikum zu überwinden
  • Ärzte können nicht einfach operieren, sondern mussten zuerst jahrelang im Studium lernen und dann Praxis sammeln
  • Weltfußballer gehen nicht einfach auf den Platz und spielen, sondern trainieren beständig
  • Kinder fallen tausende Male, bevor sie gehen können.

Kurzum – so gut wie jeder, der irgendwie eine respektable Leistung erbracht hat, musste sich dies über einen langen Zeitraum erarbeiten.

Dabei ist das große Ziel, das sich viele Menschen setzen, anfangs nicht wirklich vorstellbar oder greifbar, da sie es noch nicht erlebt haben, wie sich das anfühlen wird. Sehr viele Träume scheitern an dieser unrealistischen Vorstellung.

Das bedeutet nicht, dass große Träume nicht erreichbar sind; oft fehlt es aber an einem Plan, einer konkret vorgegeben Route, die den Menschen dorthin führt.

Das schriftliche Führen eines Erfolgsjournals ist daher aus mehreren Gründen wichtig:

10 Gründe, warum du ein Erfolgsjournal führen solltest

#1 Große Ziele realistisch planen, ohne auszubrennen.

Es braucht also einen klaren Plan, der in kleine, umsetzbare Schritte heruntergebrochen wird, die dann täglich gegangen werden können, ohne dass man sich überfordert. Denn nur, wenn es Spaß macht, wirst du auch nachhaltig dabeibleiben und es durchziehen.

#2 Klares Commitment zum Ziel

Durch das schriftliche Niederschreiben deines Ziels verpflichtest du dich dir selbst gegenüber, etwas aktiv zu tun, um dein Ziel zu erreichen. Oft sind es nicht die fremden Menschen, denen wir unsere Zusagen gegenüber nicht einhalten; nein, es sind wir selbst, die wir uns belügen, weil es niemand so leicht kontrollieren kann.

Indem du deine Ziele schriftlich niederschreibst, erhöhst du die Chance, es tatsächlich auch zu erreichen, enorm. (siehe diese Studie)

#3 Es steigert dein Selbstbewusstsein & deine Glücklichkeit, weil es Erfolge sichtbar macht.

„Journaling is a means to an end. It helps me think more deeply about my life, where it is going, and what it means.“
– Michael Hyatt

Durch dein Committment setzt du beständig kleine Schritte und kannst dadurch auch stetig Erfolge feiern. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern motiviert dich auch zusätzlich, damit weiterzumachen. Du baust also Momentum auf und fühlst dich dadurch noch glücklicher, was dich auch selbstbewusster macht. Da sich das bald summiert, wird sich dein Fokus zunehmends auf die positiven Geschehnisse richten, die dir auch bei Rückschlägen und Tiefen helfen werden, diese schneller zu überwinden.

#4 Entwickeln von guten Gewohnheiten und Routinen

„Habits make you or break you.“

Wer Schritte setzt, kann auch mal ausrutschen. Während Fehler nichts Schlimmes sind und man daraus lernen kann, so sollten sie dennoch nicht zweimal (oder sogar öfter!) passieren. Denn ab dem dritten Mal ist es kein Fehler mehr, sondern eine Entscheidung.

Und diese Entscheidungen bestimmen dein Leben.

Indem du also bewusst kleine Schritte setzt, von denen du weißt, dass sie dich deinem Ziel näherbringen, entwickelst du gute Gewohnheiten, die du nach einiger Zeit so tief integriert hast, dass du nicht mehr nachdenken musst, ob du sie machst oder nicht.

Erfolg auf Autopilot also. 😉

#5 Klare Tagesstruktur & Intention für den Tag

Um den großen Berg zu besteigen und die tolle Aussicht zu genießen, musst du also den Aufstieg in kleinen Etappen einplanen. Um diese Zwischenschritte unterzubringen, musst du also Zeit in deinem Kalender finden. Dadurch bekommst du eine klare Tagesstruktur, die dir erlaubt, konkrete Intentionen für den Tag zu setzen (ich will aktiv etwas für mein Ziel tun!) und damit auch verhinderst, dass du „keine Zeit“ hast, weil du es nicht eingeplant hast.

#6 Inspiration durch Zitate & Affirmationen

“As there are a thousand thoughts lying within a man that he does not know till he takes up the pen to write.”
– William Makepeace Thackeray

Häufig sind in einem Journal vorgefertigte Zitate oder Zeilen vorhanden, wo du deine eigenen Affirmationen eintragen kannst. Indem du das tust, bekräftigst du deine Intention, etwas für dein Ziel zu tun und kannst daraus Kraft schöpfen, wenn du zwischendurch am Weg dorthin mal einen Durchhänger haben solltest.

#7 Ziele visualisieren & fürs Unterbewusstsein greifbar machen

Dies ist eine Technik, die sehr gerne beim Sportmentaltraining oder auch im NLP verwendet wird. Während du rational recht schnell eine Entscheidung treffen kannst, benötigt dein Unterbewusstsein oft länger, eine tiefgreifende Veränderung zu akzeptieren bzw. dich dabei zu unterstützen.

Kurz gesagt: Indem du dir jeden Tag dein Ziel neu aufschreibst und vor Augen führst, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit enorm, dein Ziel zu erreichen (siehe diese Studie) und verringerst den Zeitaufwand enorm, den es braucht, dorthin zu kommen.

#8 Herausfinden deiner Stärken, Schwächen, Schatten & Themen

“I want to write, but more than that, i want to bring out all kinds of things that lie buried deep in my heart.“
– Anne Frank

Im Alltag verdrängt man Gedanken leicht – beim Niederschreiben bemerkst du aber deutlich wiederkehrende Themen, die dich häufiger beschäftigen. Diese können dir einen interessanten Einblick geben, deine Stärken und Schwächen noch besser kennenzulernen und eventuelle Schatten (also unentdeckte Probleme oder Glaubenssätze, die dich zurückhalten) aufzudecken und zu lösen.

#9 Ereignisse verarbeiten und Erkenntnisse daraus ziehen

Das Niederschreiben hat aber auch noch andere, große Vorteile. Bestimmt hast du schon mal erlebt, dass dir vor lauter Gedanken „der Kopf raucht“ und du komplett überfordert bist. Durch das Niederschreiben kannst du diese aus dem Kopf zu Papier bringen und so das Gedankenchaos ordnen. Besonders vor dem Schlafengehen ist das für mich eine sehr helfende Gewohnheit, meine Schlafqualität hat sich dadurch enorm erhöht.

Ebenso hilft es dir, diese Ereignisse zu verarbeiten. Was hast du daraus gelernt? Was hat geklappt, was könntest du nächstes Mal besser machen? Welche neuen Ideen hast du dabei gefunden? Jedes Erlebnis unterstützt dich auf deinem Weg, etwas Neues zu lernen.

#10 Dein Fortschrittsmesser

Zu guter letzt ist es eine wunderbare Möglichkeit, deinen Fortschritt anhand objektiver Kriterien zu messen. Hast du die Aufgaben umgesetzt, die du dir vorgenommen hast? Hast du dein Ziel erreicht? Wenn nicht, woran hat das gelegen?

Vergiss nicht, du bist dir selbst gegenüber eine Verpflichtung eingegangen. Papier lügt nicht. Damit ist es nun unmöglich, noch weiter Ausreden zu finden, und du kannst schwarz auf weiß sehen, was du noch verbessern kannst.

Und wenn du dein Ziel erreicht hast – genial! Dann kann es dir als tatsächliches „Erfolgsjournal“ mit einem Motivationsschub bei deinem nächsten Projekt helfen, weil du genau weißt, dass du es schon einmal geschafft hast und in Zukunft wieder schaffen wirst.

Fazit

Ein Erfolgsjournal kann eine große Hilfe auf dem Weg zu deinem Erfolg sein und dich auf die verschiedensten Weisen unterstützen, motiviert zu bleiben, die Übersicht zu behalten und aus deinen Erfahrungen zu lernen. Im zweiten Artikel der Serie zeige ich dir, wie du ein Journal „richtig“ führst.

Toll, dass du hier warst! Bis bald, dein

 

About the Author

Niko Juranek beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Selbstbewusstsein & Stressresilienz und berichtet dabei über seine Erfahrungen in Studium, Sport & auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Coach.

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