„Just one more skill“ – Warum Geduld bei Stillstand und Frust wichtig ist7 min read

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Du bist motiviert und startest gerne neue Projekte, bist aber bald frustriert und enttäuscht, wenn nichts mehr weitergeht? Ich zeige dir heute einen kurzen Vergleich, der dir dabei hilft, geduldig zu sein und deine Ziele dennoch zu erreichen.


 

Hey 🙂 Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn du glaubst, dass du einfach gar keinen Fortschritt machst. Egal wie sehr du dich abmühst, es geht absolut nichts weiter und du merkst bloß, wie du zunehmend frustrierter wirst und langsam am Sinn der Sache zu zweifeln beginnst.

Viele werfen an diesem Punkt alles verärgert hin und geben auf. 😒 #beenthere #donethat

Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass auch dann die Fortschritte ausblieben, als ich etwas aufgegeben und dafür etwas Neues angefangen habe. Irgendwann kam dieser verflixte Zeitpunkt, an dem alles stand und nichts mehr weiterging.

Aufgeben und neu anfangen? Macht die Sache wohl nicht besser.

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Du drehst dich gefühlt nur im Kreis und es geht nichts weiter? Bleib dran.

Warum Dranbleiben sinnvoll ist – ein Vergleich

Wenn du gerade in dieser Situation steckst, bitte ich dich weiterzulesen. Ich habe letzte Woche einen tollen Vergleich gehört, den ich dir erzählen möchte, der genau auf diese Situation zutrifft.

Stelle dir einen großen, tiefen Teich vor, an dessen Ufer du bist. Du genießt die Umgebung, fühlst dich wohl dabei und beginnst die Umwelt um dich zu beobachten. Dabei fallen dir Steine auf, die am Ufer liegen. Bald schon nimmst du einen in die Hand und spürst seine Oberfläche, die sich angenehm anfühlt.

Wie das so ist, beschließt du, den Stein in den Teich zu werfen und merkst, das dass du Spaß daran findest, während du fasziniert zusiehst, wie der Einschlag des schweren Steines schöne, konzentrische Kreise auf der blauen Wasseroberfläche verursacht, die sich gleichmäßig nach außen verbreiten. Doch das geschieht nur solange du einen neuen Stein nachwirfst, wartest du, so werden die Wellen kleiner und ruhiger und verschwinden schließlich wieder.

So bleibst du dran und wirfst Stein um Stein in das ruhige, blaue Wasser, um die Auswirkungen zu beobachten. Trotzdem merkst du mit der Zeit, dass du immer unruhiger wirst, weil sich nichts ändert und du immer wieder nachwerfen musst, um die Kreise aufrecht zu erhalten. Entweder du wirfst und erzeugst damit ein paar neue, schöne, gleichmäßige Kreise, oder du wartest und siehst zu, wie sie schnell wieder verschwunden sind.

Es ist schon fast egal – je mehr du wirfst, umso mehr musst du nachwerfen, um das Ganze aufrecht zu erhalten. Denn wenn du aufhörst, siehst du einfach – nichts. Und alles was du bisher gemacht hast, war umsonst.

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Es ändert sich gefühlt gar nichts.

Bestimmt hast du den Vergleich bis hierhin verstanden.

Die Umgebung, der Teich, das ist dein Leben; die Steine, die du wirfst, sind die verschiedenen Aktivitäten, die du machst, weil du etwas erreichen möchtest:

  • Etwa das Studium, weil du lernen willst, aber das Gefühl hast, es bleibt nichts im Kopf;
  • das Training, wo du dich wöchentlich abmühst, aber optisch nichts weitergeht;
  • dein kleiner Blog, den du aus Leidenschaft schreibst, den aber kaum Leser besuchen.

All das können Beispiele für Dinge sein, die dir eigentlich Spaß machen und die du aus einem bestimmten Grund gestartet hast, die aber mit der Zeit sehr stark frustrieren können, weil du keinen Fortschritt siehst. Und so geht es weiter in der Geschichte:

Deswegen willst du nun aufhören, weil es dir einfach keinen Spaß mehr macht, sinnlos Steine in den Teich zu werfen. Schließlich willst du etwas Sinnvolleres mit deiner Zeit anstellen und sehen, was du noch schaffen kannst.

Auch die anderen lachen schon über dich, weil es ja sinnlos aussieht, was du da machst. Und je länger das geht, umso mehr zweifelst du an dir und deinem Tun. So atmest du nochmals seufzend aus und wirfst unmotiviert den letzten Stein in den Teich, bevor du dich auf der Stelle umdrehst und dich vom Teich entfernen möchtest.

Nach zwei Schritten stoppst du aber aus irgendeinem Grund und blickst nochmals über deine Schulter auf den Teich zurück – und bist überrascht:

Denn inmitten der sich glättenden Wogen des Wassers sticht aus der Wasseroberfläche ein kleiner Stein hervor – eben jener, den du als Letztes in den Teich geworfen hast, der nun die Spitze eines riesigen Steinhaufens unter der Wasseroberfläche bildet.

Was ein Stein mit deiner Geduld zu tun hat

Wie du in diesem schönen Vergleich siehst, wolltest du schon aufgeben, weil sich nichts tut – und dann hast du den letzten Stein geworfen, der alles verändert hat. Sicherlich war es nicht dieser eine allein; vielmehr waren es die tausend anderen Würfe, die die Basis dafür gelegt haben und sich über die Zeit angehäuft haben, ehe der letzte Stein als „sichtbares“ Ergebnis auftauchte.

Du bist vielleicht näher an deinem Ziel, als du glaubst

Was wäre gewesen, wenn du diesen letzten Wurf nicht unternommen hättest und davor schon weggegangen wärst, auf der Suche nach etwas Neuem? Du hättest wohl nie das Ergebnis deiner vielen Bemühungen mitbekommen, obwohl du schon so nah warst.

Ich habe kürzlich in einem Buch (ich glaube es war die 4-h-Woche von Tim Ferris (*)) ein tolles Zitat gelesen, das dies auf den Punkt bringt:

„You are just one more skill away from reaching your goal.“

Oft brauchst du nur noch eine weitere Fähigkeit, etwas mehr Geduld, einen guten Kontakt o.ä., der dir noch fehlt, um dein Ziel zu erreichen.

Ich sehe darin etwa einen Vergleich mit den vielen Ausbildungen, die ich neben der Uni mache, speziell im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, etwa den NLP Pracitioner & Master, die Public Speaking Übungen, das Aufsetzen eines Blogs, das Lesen von Büchern, die mit dem Hauptthema „Student“ eigentlich gar nichts gemeinsam haben. Viele Menschen, darunter auch in meinem engen Umfeld, können das nicht nachvollziehen, warum ich „sowas mache“ und damit meine Zeit verbringe.

Dennoch bin ich der Überzeugung, dass genau diese Aktivitäten im Endeffekt den Unterschied machen, sich über die Jahre anhäufen und irgendwann schlagartig bemerkbar machen, auch wenn zuvor vielleicht jahrelag frustrierend direkte Ergebnisse ausgeblieben sind.

Auf die obigen Beispiele bezogen könnte das etwa so passieren:

  • Studium Plötzlich kehrt das ganze Wissen bei der Prüfung zurück und du verstehst die Zusammenhänge – der Prof. ist begeistert und du hast ein Angebot als Studienassistent, im weiterem Sinne hervorragende Jobangebote und Berufsmöglichkeiten.
  • Training Deine Muskeldichte ist durch das ständige Training so extrem gestiegen, dass du plötzlich mit Leichtigkeit komplexe andere Fähigkeiten schneller erlernst, etwa einen freien Handstand und über die Zeit ein tolles Körperbewusstsein entwickelt hast.
  • Blog Einer deiner kleinen Artikel geht viral, weil ihn jemand geteilt hat und plötzlich werden Unternehmen, Medien auf dich aufmerksam, du inspirierst eine größere Leserschaft als du dir jemals vorstellen konntest und verdienst mit deiner Leidenschaft nun auch noch Geld.

Das sind zwar plakative Beispiele, aber der Lohn für diejenigen, die nicht aufgegeben haben, ist in der Regel enorm.

Also: Höre nie damit auf, was du gerne tust, auch wenn es vielleicht manchmal aussichtslos erscheint – denn vielleicht bist du deinem Ziel schon näher, als du glaubst, und es braucht nur noch „just one more skill“, bis dein persönliches „Wunder“ geschieht. 🙂

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Vielleicht braucht es nur noch „just one more skill“. 🙂

Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie bist du damit umgegangen?

Ich freue mich über deinen Kommentar – wenn du gerne mehr dieser Artikel lesen möchtest, trage dich unbedingt gleich in meinen Mail-Verteiler ein.

Bis zum nächsten Mal,

Niko

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